Was genau ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die monatliche Differenz zwischen dem Geld, das du im Ruhestand benötigst (Ziel-Nettoeinkommen), und der tatsächlichen Netto-Rente, die auf deinem Girokonto ankommt.
Finanzexperten wie Finanztip und Verbraucherzentralen empfehlen als Faustregel, dass man im Ruhestand ca. 80 % des letzten Nettoeinkommens benötigt, um den Lebensstandard zu halten (da berufsbedingte Ausgaben und Sozialabgaben sinken).
Rechenbeispiel für die Rentenlücke:
- Aktuelles Nettoeinkommen: 2.800 €
- Ziel-Netto im Ruhestand (80 %): 2.240 €
- Erwartete gesetzliche Netto-Rente: 1.450 €
- Monatliche Rentenlücke: 790 €
Wie schließt man die Rentenlücke am besten?
Es gibt verschiedene Wege der Altersvorsorge. Unter Rendite-, Kosten- und Flexibilitätsgesichtspunkten gilt der langfristige ETF-Sparplan auf breit gestreute Welt-Aktienindizes (z.B. MSCI World oder FTSE All-World) heute als Goldstandard für Selbstentscheider:
1. Die 4%-Entnahmeregel (Trinity-Studie)
Um eine lebenslange monatliche Zusatzrente von z.B. 800 € (entspricht 9.600 € jährlich) zu generieren, benötigt man nach der 4%-Regel ein Kapital von:
9.600 € / 0,04 = 240.000 € Gesamtvermögen Bei einem breit gestreuten Portfolio kannst du jedes Jahr 4 % inflationsbereinigt entnehmen, ohne dass das Depot über einen Zeitraum von 30 Jahren aufgebraucht wird.
2. Wie viel muss ich monatlich sparen?
Dank des Zinseszinseffekts sinkt die benötigte Sparrate drastisch, je früher du anfängst:
- Bei 30 Jahren bis zur Rente (bei 6% Rendite): Nur ca. 238 € monatlich.
- Bei 20 Jahren bis zur Rente: ca. 521 € monatlich.
- Bei 10 Jahren bis zur Rente: ca. 1.465 € monatlich.